Rotweinseminar VHS Weilheim am 21.01.2022

Rotweinseminar VHS Weilheim am 21.01.2022

Beeindruckendes Aroma, geschmackliche Vielfalt und große Eleganz: Für viele Weinliebhaber soll Wein vor allem „rot“ sein! In diesem, auch für Einsteiger geeigneten, Weinseminar werde ich Sie auf die Reise durch bedeutende und berühmte Weinbauländer und Weinbauregionen für Rotwein mitnehmen. Sie können im Rahmen des Weinseminars niveauvolle Vertreter ausgewählter Rebsorten und Ausbaustile kennen lernen. Wir werden dabei auf die Einflussmöglichkeiten moderner Kellertechnik sowie traditioneller Weinbereitungsmethoden eingehen. Dabei werden aktuelle Weintrends und Entwicklungen dargestellt, verborgene Schätze entdeckt und Klassiker, wie z. B. Barolo und hochwertige Chianti verkostet. Damit Sie die Rotweine unvoreingenommen probieren können, werden wir, wie bereits im letzten Seminar, alle Weine zunächst blind verkosten. Sie wissen also nicht gleich, welchen Rotwein Sie im Glas haben. Ergänzt werden Ihre Genusserfahrungen durch Wissenswertes unter anderem über Rebsorten, Weinstile sowie viele hilfreiche Informationen zum Beispiel zu Weineinkauf, Weinserviertemperatur, Gläser, Dekantieren, Weinlagerung, Weinherstellung.

1998er Barolo Riserva Bricco Boschis vigna San Giuseppe – Weingut Cavallotto (Piemont)

1998 Barolo Cavallotto

1998er Barolo Riserva Bricco Boschis vigna San Giuseppe – Weingut Cavallotto (Piemont)

Unglaublich, wie lange Topweine der Rebsorte Nebbiolo reifen können, vor allem, wenn sie unter optimalen Bedingungen in der Magnumflasche lagern durften. Der aktuell verkostete Barolo Riserva Bricco Boschis vigna San Giuseppe, Jahrgang 1998, präsentiert sich, nachdem er über 20 Jahre im Keller des Weingutes Cavallotto verbracht hatte, auf seinem Optimum.
In der Nase eröffnet sich ein Potpourri an Lakritz- und Unterholzeindrücken in Verbindung mit den für die Cavallotto-Weine typischen zarten Eukalyptus-Aromen, die vermutlich auf den Ausbau in großen Holzfässern aus slawonischer Eiche sowie auf die Spontangärung mit den natürlichen Hefen zurückzuführen sind. Am Gaumen ist der Barolo nach über 20 Jahren noch unglaublich frisch. Er gewinnt sogar noch mit Luftkontakt. Die straffe Säure, flankiert von den feinkörnigen Tanninen macht in regelrecht saftig. Ein sehr beeindruckender Wein, der sicherlich noch weitere 20 Jahre reifen könnte. Ein beindruckendes Genusserlebnis!